WRI Geben Sie bitte nur den ersten Buchstaben des Nachnamens des*der Patient*in (Pflichtfeld) Bitte geben Sie das Geburtsdatum wie folgt an: TT.MM.JJ (Pflichtfeld) Hinweis für den Interviewer: Das vorliegende Instrument enthält Fragen zur Aufmerksamkeit, motorischer Überaktivität, Temperament, Affektiver Labilität, emotionaler Überreagibilität, Desorganisation und Impulsivität. Die Symptomatik zielt auf die Dokumentation eines Hyperkinetischen Syndroms im Erwachsenenalter. Da die Symptome auf das Erwachsenenalter zugeschnitten sind, sollte das Interview in der Regel mit Personen durchgeführt werden, die 18 Jahre und älter sind. In begründeten Fällen kann das Interview auch ab dem 16. Lebensjahr eingesetzt werden. Zielsymptomatik sind die oben genannten psychopathologischen Bereiche. Diese Symptomatik sollte bei den Patienten seit Jahren, in ihrem Kern seit der Kindheit, vorhanden sein. Wenn das nicht zutreffen sollte, ist die Diagnose adulte „ADHS“ zweifelhaft. Als Abbildungsgrundlage gilt die Symptomatik in der Woche vor dem Interview. Bei der praktischen Anwendung ist zu beachten, dass zu Beginn stets die vorformulierten Fragen gestellt werden sollen. Im ersten Bewertungsschritt ist immer zu prüfen, ob das fragliche Merkmal beim Patienten vorhanden ist oder nicht. Bei jeder Frage, die vom Patienten verneint wird, soll in freier Exploration geprüft werden, ob die entsprechende Symptomatik von anderen bemerkt worden ist. Beispiel – Frage 2.2 „Sind Sie immer in Bewegung?“ Antwort: Eigentlich nicht. Zusatzfrage: „Hat man Ihnen schon gesagt, dass Sie ständig in Bewegung sind?“ Im zweiten Bewertungsschritt muss die quantitative Merkmalsausprägung abgeschätzt werden. Beurteilung der Antwort "0 = nein" "1 = leicht" "2 = mittel bis schwer ausgeprägt" "n.b = nicht beurteilbar" Gesamtbeurteilung "0 = keine" "1 = leichte" "2 = mittlere" "3 = schwere" "4 = sehr schwere" "n.b = nicht beurteilbar" Einleitende Erklärung des Untersuchers an den Patienten: „Ich möchte Ihnen einige Fragen zu verschiedenen Themen stellen, die auf Sie zutreffen könnten. Bitte beachten Sie, dass ich meine Fragen nur auf Eigenschaften beziehe, die schon seit Jahren, d.h. seit der Kindheit, die meiste Zeit vorhanden gewesen sein sollten. Es geht nicht um Eigenschaften, die erst in jüngerer Zeit, vor Wochen oder Monaten, aufgetreten sind. Es geht auch nicht um Problembereiche, die durch eine spezielle Belastung, durch Ärger und Sorgen entstanden sind. Es könnte sein, dass manche meiner Fragen Eigenschaften betreffen, die andere Menschen, die Sie gut kennen, bei Ihnen wahrgenommen haben. Auch wenn Sie selbst der Meinung sein sollten, dass solche Feststellungen nicht zutreffen, sollten Sie mir mitteilen, wenn andere Menschen Entsprechendes über Sie gesagt haben.“ 1. Aufmerksamkeitsstörung Gemeint sind Störungen der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit ausdauernd einer Tätigkeit oder einem Thema zuzuwenden. (1.1) Haben Sie Probleme, sich zu konzentrieren? Sind Sie häufig geistesabwesend? Sind Sie vielfach ein Tagträumer? 012n.b (1.2) Lassen Sie sich leicht ablenken? Fällt es Ihnen schwer, etwas zu tun, wenn Sie abgelenkt werden? 012n.b. (1.3) Haben Sie Schwierigkeiten, bei Unterhaltungen zuzuhören? Beschweren sich andere, dass Sie nicht zuhören, wenn Sie mit ihnen sprechen? 012n.b. (1.4) Haben Sie Probleme aufzupassen, wenn Sie in der Kirche, Schule, bei Gericht, auf Vorträgen oder Konferenzen lange zuhören müssen? 012n.b. (1.5) Haben Sie Probleme, sich beim Lesen zu konzentrieren? Vermeiden Sie es zu lesen, wenn kein spezielles Interesse vorliegt? Müssen Sie häufig noch einmal nachlesen, weil Ihre Gedanken abschweifen? Haben Sie Probleme, Gelesenes zusammenzufassen? 012n.b. ………………………… Hinweis zur Gesamtbeurteilung: Die Gesamtbeurteilung soll sich nicht alleine auf die Summierung der einzelnen Symptome beziehen, sondern soll die einzelnen Symptome in ihrer Ausprägung gewichten, bspw. im Sinne einer Symptomschwere. Auch sollen die Behinderungen und Einschränkungen, die für den Patienten damit verbunden sind, in der Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden. Teil der Gesamtbeurteilung ist auch der Eindruck, den der Untersucher in der Exploration vom Patienten gewinnt. Gesamtbeurteilung Aufmerksamkeitsstörung 01234 ……………………… 2. Überaktivität/Rastlosigkeit Gemeint sind Symptome innerer und äußerer motorischer Unruhe und Umtriebigkeit. (2.1) Fühlen Sie sich innerlich ruhelos? Fühlen Sie sich angetrieben oder übererregt? Können Sie sich schlecht entspannen? 012n.b. (2.2) Sind Sie überaktiv? Müssen Sie immer in Bewegung sein? Fällt es Ihnen schwer, am Schreibtisch zu arbeiten? Können Sie nicht sitzen bleiben, müssen Sie aufstehen und herumlaufen? Können Sie im Kino oder beim Fernsehen nicht lange sitzen bleiben? 012n.b. (2.3) Sind Sie zappelig? Trommeln Sie mit den Fingern? Wippen Sie mit den Füßen? Wechseln Sie ständig die Körperposition? Haben Sie immer etwas in der Hand? 012n.b. ………………………… Hinweis zur Gesamtbeurteilung: Die Gesamtbeurteilung soll sich nicht alleine auf die Summierung der einzelnen Symptome beziehen, sondern soll die einzelnen Symptome in ihrer Ausprägung gewichten, bspw. im Sinne einer Symptomschwere. Auch sollen die Behinderungen und Einschränkungen, die für den Patienten damit verbunden sind, in der Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden. Teil der Gesamtbeurteilung ist auch der Eindruck, den der Untersucher in der Exploration vom Patienten gewinnt. Gesamtbeurteilung Überaktivität/Rastlosigkeit 01234 …………………… 3. Temperament („hot temper“) Gemeint ist eine typische Eigenart des Reagierens im Gefühls-, Willens- und Antriebsleben. (3.1) Sind Sie schnell genervt? Fühlen Sie sich daheim, bei der Arbeit, beim Autofahren oder in anderen Situationen häufig irritiert oder verärgert? 012n.b. (3.2) Haben Sie einen „Hitzeblitz“? Geraten Sie leicht in Erregung? Haben Sie Wutausbrüche? Verlieren Sie leicht die Geduld? Gehen Sie leicht in die Luft? 012n.b. (3.3) Haben Sie wegen Ihres Temperaments schon Probleme gehabt? Haben Sie Dinge gesagt, die Sie später bereuten? Sind Sie schon einmal aggressiv geworden? 012n.b. ………………………… Hinweis zur Gesamtbeurteilung: Die Gesamtbeurteilung soll sich nicht alleine auf die Summierung der einzelnen Symptome beziehen, sondern soll die einzelnen Symptome in ihrer Ausprägung gewichten, bspw. im Sinne einer Symptomschwere. Auch sollen die Behinderungen und Einschränkungen, die für den Patienten damit verbunden sind, in der Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden. Teil der Gesamtbeurteilung ist auch der Eindruck, den der Untersucher in der Exploration vom Patienten gewinnt. Gesamtbeurteilung Temperament 01234 …………………… 4. Affektive Labilität Hinweis für den Rater: Für die Bearbeitung dieses Abschnitts ist es wichtig, sich über die wesentlichen Unterschiede einer affektiven Erkrankung und der Launenhaftigkeit und Verstimmbarkeit von Patienten mit ADHS Klarheit zu verschaffen. Die Dysphorie der ADHS-Patienten ist sehr kurzlebig, dauert meist nur Stunden und hat in der Regel einen identifizierbaren Auslöser. Ausnahmen kommen vor, wenn die Patientin – oft selbst verursacht – persistierende soziale Schwierigkeiten entwickelt. Dann können die dysphorischen Zustände länger andauern. Wenn bei ADHS-Patienten eine affektive Störung als komorbides Leiden vorliegt, sind Dauer und Häufigkeit der Episoden und somatische Begleiterscheinungen zu bestimmen. (4.1) Wechselt Ihre Stimmung schnell? Geht die Stimmung hoch und runter, „up“ und „down“? Ist es wie auf einer Achterbahn? Sind Sie mal traurig, mal ganz oben auf? 012n.b. (4.2) Haben Sie häufig kurze Phasen, in denen Sie traurig, verstimmt oder entmutigt sind? Haben Sie kurze Phasen, in denen Sie „den Moralischen“ haben? Zweifeln Sie manchmal an sich selbst? 012n.b. (4.3) Haben Sie Phasen, in denen Sie sehr angetrieben, erregt und aufgedreht sind und in denen Sie zu viel reden? 012n.b. (4.4) Ist Ihnen schon schnell langweilig? Verlieren Sie schnell das Interesse? 012n.b. …………………… Hinweis zur Gesamtbeurteilung: Die Gesamtbeurteilung soll sich nicht alleine auf die Summierung der einzelnen Symptome beziehen, sondern soll die einzelnen Symptome in ihrer Ausprägung gewichten, bspw. im Sinne einer Symptomschwere. Auch sollen die Behinderungen und Einschränkungen, die für den Patienten damit verbunden sind, in der Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden. Teil der Gesamtbeurteilung ist auch der Eindruck, den der Untersucher in der Exploration vom Patienten gewinnt. Gesamtbeurteilung Affektive Labilität 01234 Affektive Erkrankung als Komorbidität vorhanden (0 = nein, 1 = ja) 01 Häufigkeit bisheriger Episoden: Episodendauer: Somatische Symptome: ……………………… 5. Emotionale Überreagibilität (Stressintoleranz) Gemeint ist hier die emotionale Reaktion auf Belastungen und die Fähigkeit, Belastungen zu ertragen. (5.1) Fühlen Sie sich leicht in die Ecke gedrängt? Fühlen Sie sich häufig erdrückt? Neigen Sie zu Überreaktionen auf Belastung? 012n.b. (5.2) Werden Sie unter Belastung ängstlich? Verlieren Sie schnell den Kopf? 012n.b. (5.3) Wenn Sie solche Probleme haben, ist es Ihnen deswegen schon schwergefallen, Aufgaben zu bewältigen oder Dinge zu Ende zu bringen? Erschweren diese Reaktionen die Bewältigung von Alltagssituationen oder Routinearbeiten? 012n.b. ………………………… Hinweis zur Gesamtbeurteilung: Die Gesamtbeurteilung soll sich nicht alleine auf die Summierung der einzelnen Symptome beziehen, sondern soll die einzelnen Symptome in ihrer Ausprägung gewichten, bspw. im Sinne einer Symptomschwere. Auch sollen die Behinderungen und Einschränkungen, die für den Patienten damit verbunden sind, in der Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden. Teil der Gesamtbeurteilung ist auch der Eindruck, den der Untersucher in der Exploration vom Patienten gewinnt. Gesamtbeurteilung Emotionale Überreagibilität 01234 ………………………… 6. Desorganisation Gemeint sind Einschränkungen der Fähigkeit, den Alltag zu organisieren, verschiedene Erfordernisse miteinander zu koordinieren und dem Leben sinnvolle Ordnungsprinzipien zu geben. Auch die Einteilung und Nutzung von Zeit und Raum gehören hierher. Ebenso ist die Fähigkeit gemeint, Prioritäten zu setzen. (6.1) Haben Sie Organisationsschwierigkeiten zu Hause, in der Schule oder auf der Arbeit? Haben Sie Probleme, Ihre Zeit einzuteilen, Arbeiten zu planen oder sich an ein Zeitschema zu halten? Fällt es Ihnen schwer, die Zeit zum Lernen, für Arbeitsaufträge bzw. häusliche Aufgaben einzuteilen? 012n.b. (6.2) Springen Sie von einer Arbeit zur nächsten, ohne dass das Begonnene abgeschlossen ist? Haben Sie Probleme, etwas beharrlich und konsequent durchzuhalten? Haben Sie Schwierigkeiten, angefangene Arbeiten zu Ende zu führen? 012n.b. (6.3) Sind Sie vergesslich? Vergessen Sie Anrufe oder Verabredungen? Verlegen Sie Sachen wie Schlüssel, Geldbörse, Brieftasche oder andere Sachen im Haushalt oder im Beruf? 012n.b. (6.4) Haben Sie Probleme, in Gang zu kommen? Zögern Sie, wenn Sie Dinge anpacken sollen? Machen Sie alles in letzter Minute? Haben Sie Schwierigkeiten, Termine einzuhalten? 012n.b. (6.5) Haben Sie Probleme, Zeit für wichtige persönliche Dinge zu reservieren? (z.B. für die Kinder oder den Ehegatten, für kreative Dinge) 012n.b. ………………………… Hinweis zur Gesamtbeurteilung: Die Gesamtbeurteilung soll sich nicht alleine auf die Summierung der einzelnen Symptome beziehen, sondern soll die einzelnen Symptome in ihrer Ausprägung gewichten, bspw. im Sinne einer Symptomschwere. Auch sollen die Behinderungen und Einschränkungen, die für den Patienten damit verbunden sind, in der Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden. Teil der Gesamtbeurteilung ist auch der Eindruck, den der Untersucher in der Exploration vom Patienten gewinnt. Gesamtbeurteilung Desorganisation 01234 ……………………… 7. Impulsivität Gemeint sind schnelle, oft unerwartete, kaum überlegte Reaktionen und Handlungen. Aufkommende Handlungsanreize werden umgesetzt, ohne sich die Folgen zu vergegenwärtigen. Nicht selten werden impulsive Aktionen durch Stimmungen mit Aufforderungscharakter begünstigt. Auch Ungeduld und das Gefühl, nicht abwarten zu können, gehören hierher. (7.1) Sind Sie impulsiv? Stürzen Sie sich voreilig in Sachen, ohne nachzudenken? Treffen Sie plötzliche, eilige Entscheidungen hinsichtlich wichtiger oder weniger wichtiger Fragen Ihres Lebens? Fällt es Ihnen schwer, impulsive Entscheidungen zu vermeiden? 012n.b. (7.2) Unterbrechen Sie andere? Sprechen Sie Sätze anderer zu Ende? Sagen Sie Dinge ohne nachzudenken oder platzen Sie heraus? Sind Sie schon in Schwierigkeiten wegen Dingen geraten, die Sie gesagt haben? 012n.b. (7.3) Haben Sie schon unüberlegt und voreilig Sachen gekauft? Haben Sie Probleme, Geld zusammenzuhalten? 012n.b. (7.4) Machen Sie Ihre Arbeit zu schnell und oberflächlich? Vergessen Sie dabei Details? Hatten Sie Schwierigkeiten wegen Ihres chaotischen Arbeitsstils? 012n.b. (7.5) Sind Sie ungeduldig? Können Sie nicht warten? Werden Sie von Ihren Freunden oder Ihrer Familie für ungeduldig gehalten? 012n.b. ………………………… Hinweis zur Gesamtbeurteilung: Die Gesamtbeurteilung soll sich nicht alleine auf die Summierung der einzelnen Symptome beziehen, sondern soll die einzelnen Symptome in ihrer Ausprägung gewichten, bspw. im Sinne einer Symptomschwere. Auch sollen die Behinderungen und Einschränkungen, die für den Patienten damit verbunden sind, in der Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden. Teil der Gesamtbeurteilung ist auch der Eindruck, den der Untersucher in der Exploration vom Patienten gewinnt. Gesamtbeurteilung Impulsivität 01234 …………………………… 8. Akzessorische Fragen (8.1) Waren frühere Ehen oder Partnerschaften unharmonisch? Haben Sie sich getrennt und sind danach doch wieder zusammengekommen? Haben Sie überwiegend kurze Beziehungen gehabt? 012n.b. (8.2) Hätten Sie mit Ihren Fähigkeiten in Schule, Beruf und Leben mehr erreichen müssen? 012n.b. (8.3) Liegt bei Ihnen regelmäßiger Alkoholkonsum vor? 012n.b. (8.4) Liegt bei Ihnen regelmäßiger Drogenkonsum vor? 012n.b. Wenn ja, welche Drogen? (8.5) Haben Sie Angehörige, die an einer ADHS leiden? Z.B. Eltern, Geschwister, Kinder oder andere? Welche? 012n.b